Der Ort Lütersheim, ein Straßendorf in einem herrlich gelegenen Seitental der Watter, hat eine wechselvolle Geschichte.

Zur Geschichte von Lütersheim gehört unverrückbar auch der „Schützenverein“. Die Chronik weiß zu berichten, dass die Gründung des Vereins in eine schwere Zeit fiel, in der Recht und Ordnung gefährdet waren.

Kam dem Verein früher die Aufgabe zu, die Bewohner des Ortes gegen Gefahren von außen zu schützen, so erwuchs hieraus im Laufe der Jahrhunderte eine Gemeinschaft, die die Fortentwicklung des Ortes bis heute prägt.

Möchten Sie mehr wissen über den Ort und das Lütersheimer Schützenwesen?

Dann besuchen Sie unsere Homepage www.luetersheim.de

Die sich auch im Namen der Schützengesellschaft Rhoden wiederfindende Jahreszahl 1560 ist auf vage Hinweise und Vermutungen als Gründungsjahr des Vereines zugrundegelegt. Es ist aber davon auszugehen, dass bereits viel früher das Schützenwesen in unserer Gemeinde eine Rolle spielte.

Aus dem Jahre 1681 existieren Statuten, die dafür sprechen, dass es bereits um 1500 eine Schützengesellschaft bzw. eine Schützenbruderschaft in unserer Stadt gegeben hat. Zudem geben die Kleinodien der Schützengesellschaft Auskunft über die Geschichte des Vereins.

Aus den Jahren 1730 bis 1732 existieren weitere Unterlagen über die Schützengesellschaft Rhoden. Dabei handelt es sich überwiegend um Schützenrechnungen. Regelmäßige Dokumentationen gibt es seit dem Jahre 1735.

Die Durchführung weiterer Schützenfeste, Schnadezüge, häufig auch als Feldschnadezüge bezeichnet, werden bis in das Jahr 1821 durch entsprechende Rechnungen und Protokolle belegt.

Im Jahre 1977 gibt der Vorstand bekannt, dass die Schützengesellschaft in die "Historische Schützengemeinschaft Waldeck" aufgenommen wurde.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.schuetzengesellschaft-rhoden.de

Wappen MengeringhausenDer Ort Mengeringhausen wurde 1234 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber beträchtlich älter. Er entstand wohl im frühen 8. Jh., bekam aber erst im 13. Jh. die Stadtrechte.

Die Gründung der Schützengesellschaft ist urkundlich in 1502 nachweisbar. Der Name der Schützengesellschaft, St. Sebastiani, bezieht sich auf den Schutzpatron der Schützen und Jäger.

Der Begriff „Freischießen“ ist erstmalig in 1729 erwähnt. Er kann daher rühren, dass man sich „freischießen“, d.h. die Bedingungen erfüllen musste, die an die Mitglieder der damaligen Schützenbruderschaft gestellt wurden.

Der 7-jährige Turnus des Freischießens hat sich ab Anfang des 19.Jh. ergeben. Davor wurde in unregelmäßigen Abständen, lange Zeit sogar jährlich, gefeiert.

Zwei historische Gestalten prägen das Festgeschehen besonders. Auf der einen Seite ist dies Graf Heinrich der Eiserne, der den Waldeckischen Grafen Heinrich VI. (1369-1397) zum Vorbild hat. Dieser war der Stadt sehr wohlgesonnen und zeigte sich am liebsten in seiner Rüstung.
Die andere Ehre gebührt dem König der Schützengesellschaft. Er wird in Mengeringhausen durch Wahl bestimmt und nur symbolisch während des Freischießens ausgeschossen.

Der Schützengesellschaft gehören mehr als 1000 Schützenbrüder an. Die einzelnen Gruppen sind (in Festzugsreihenfolge) der Herold mit Fanfarenbläsern, die Lanzengarde, Graf Heinrich der Eiserne mit seinen Knappen, der Konstablerhauptmann mit den Konstablern, die Armbrustschützen, die Ratsherren, der König mit den Becherträgern, der Vorsitzende und die Mitglieder des Vorstandes, die Zunftmeister, die Männerkompanie der Altstadt, die Musketiere, der Scheibenwärter und die Feldmetzger, die Männerkompanie der Neustadt, der Fanfarenzug, der Auditeur, der Burschenoberst mit der Burschenschaft sowie den Hellebardieren, der Knabenoberst mit den Knabenkompanien und abschließend die Schlussreiter.

Weitere Höhepunkte des Freischießens sind neben den Festzügen u.a. ein Großer Zapfenstreich zum Auftakt, das Festspiel „Treue um Treue“, das Grafengericht unter den Linden, die Reiterquadrille, die große Polonaise, das historische Rahmenprogramm in der Hinteren Straße und das Heringsbegräbnis als Ausklang.
Natürlich gehört auch Tanz und Feiern in dem Festzelt, der Stadthalle und der Sporthalle zum umfangreichen Programm des Freischießens.
Zwischen den Freischießen findet jährlich ein großer Schnadezug entlang eines Teiles der langen Grenze der Mengeringhäuser Gemarkung statt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.freischiessen-mengeringhausen.de.

Robert Pohlmann (im August 2011)
Auszugsweise entnommen dem „Freischießens-Leitfaden“ von Erich Müller

Im Jahre 1517, am Sonntag nach Ostern, bestätigt der Offizial der zum Bistum Mainz gehörenden Propstei Hofgeismar, Johannes Eberhard, die Gründung einer Fabians- und Sebastiansbruderschaft in Landau. Nach den  Bestimmungen der Gründungsurkunde diente sie einem rein kirchlichen Zweck. Mit der Reformation verschwanden die kirchlichen Bruderschaften aber bald von der Bildfläche. Um einem drohenden Verfall zu entgehen, verwandelten sie sich in der nach- reformatorischen Zeit in Schützengesellschaften.

Am 30. Juli 1593 bestätigte Graf Franz II. (1553 - 1597) das Statut der Landauer Schützengesellschaft.

Die enge Beziehung der Landauer Schützengilde zum Grafen- bzw. Fürstenhaus kommt nicht nur in der Bestätigung der Gründung zum Ausdruck, sondern sorgte in der Vergangenheit auch für die materielle Ausstattung der Schützengilde. 

Das zentrale Ereignis im Rahmen der Aktivitäten der Landauer Schützengilde stellte damals wie heute das Schützenfest dar. Der Tag des Königsschießens begann mit dem gemeinsamen Zug der Schützenrotten vom Rathaus zum Schießplatz, wo - wie heute um einen mit Bändern geschmückten Königshut geschossen wurde.

Alle Abteilungen der Schützengilde haben dazu einen entscheidenden Beitrag geleistet, sowohl die farbenprächtige historische Gruppe, der Blickfang der Feste, als auch die Gewehrgruppe, der eigentliche historische Kern der Schützengilde, denn früher trugen alle Schützen ein Gewehr.

Und die Schützengilde Landau wird weiter bestehen, wenn sie die Schützenordnung von 1593 beherzigt: „uff das allerseits Friede und Einigkeit sei und gepflanzt und erhalten werde“.

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage der Schützengilde Landau unter www.schuetzengilde-landau.de

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